Ort: MOP2, Aula (Raum 135)
Moderation: Dekanin Prof. Dr. Pamela C. Scorzin
Vom Bühnenraum zur Raumbühne
Zwischen Algorithmus und Imagination
Wie verändert sich Theater, wenn Bühne und Zuschauerraum verschmelzen? Sebastian Hannak zeigt anhand seiner Arbeiten, wie seine Raumbühnen neue Erfahrungsräume schaffen und welche Rolle digitale Werkzeuge dabei spielen. Der Vortrag lädt dazu ein, Szenografie als offenen, experimentelles Medium neu zu denken.
Mit der Auflösung der klassischen Guckkastenbühne entstehen multiperspektivische Erfahrungsräume, in denen Publikum, Darstellende und Raum in ein dynamisches Verhältnis zueinander treten.
Szenografie wird dabei als forschende Praxis verstanden, die neue Formen künstlerischer Prozesse untersucht um neue Formen der Wahrnehmung, Narration und Partizipation hervorzubringen. Anhand seiner Arbeiten zeigt Hannak, wie sich der theatrale Raum verändert, wenn sowohl Bühne und Zuschauerraum als auch Algorithmus und Imagination miteinander verschmelzen.
Anhand von Beispielen wird zudem dargestellt, wie Virtual- und Augmented Reality, Künstliche Intelligenz und Screens das ästhetische Erlebnis erweitern. Als Ergebnis steht ein Theater als offener, wandelbarer Raum, das sich stetig neu formiert und immer wieder andere Erfahrungsweisen ermöglicht, wie er anhand seines Theaterneubaus INTERIM von 2025 zeigt.