dESIGN12+ #7: DEBORAH ENZMANN + HOLGER ZIEMANN

19.06.2024 / 16:00

Ort: Aula des Fachbereiches Design

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16:00 Uhr

Dr. Deborah Enzmann: Emojisierung

Emojis sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. Sie sind zum festen Bestandteil der globalen digitalen Kommunikation geworden. Längst sind diese qualitativ wie quantitativ zunehmend komplexer werdenden Begleiter der Schriftsprache aus der medialen Schriftlichkeit ausgebrochen. Wenn es jahrhundertelang ausreichte, sich mittels des standardsprachlichen Zeichensystems auszudrücken, warum werden dann heute Emojis benötigt und verwendet? Wie sehen durch Emojis stattfindende Zeichenprozesse aus? In welcher Relation stehen Form und Inhalt zueinander? Und inwiefern hängen Abstraktion und Identifikation zusammen? 

Dr. Deborah Enzmann (* 1987) studierte ab 2004 Design in Luzern und schloß ihr Studium 2014 in Offenbach am Main ab. Seit 2012 arbeitet sie als selbstständige Grafikdesignerin in Frankfurt am Main. Seit vielen Jahren forscht sie über Emojis und die damit stattfindenden Zeichenprozesse. Sie absolvierte das Promotionsprogramms der Hochschule für Gestaltung und legte 2022 ihre Dissertation »Emojisierung: Eine historische und semiotische Studie zu Emojis« vor, die anschließend im Niggli Verlag veröffentlicht wurde. Seit 2022 ist sie regelmäßig als Lehrbeauftragte an der Hochschule Mannheim tätig. 

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ca. 17:00 Uhr

Prof. Holger Ziemann: Icons – Bildzeichen verstehen und gestalten

 Im Alltag begegnen uns Bildzeichen an fast jeder Ecke: im Straßenverkehr, im Supermarkt, auf Verpackungen, dem Laptop oder Handy. Sie geben uns Orientierung, geben Hinweise und ermöglichen Interaktion. Wir finden sie in Mengen zum kostenfreien Download oder können sie via Plugins in Layouts integrieren. Gleichzeitig bleibt die Frage, welche Voraussetzungen erfüllt sein müssen, damit Bildzeichen sinnvoll funktionieren. Wie gestalten wir sie? Und welche Kriterien helfen uns bei der Bewertung?

Prof. Holger Ziemann studierte Visuelle Kommunikation an der FH Aachen, beschäftigte sich bereits in seiner Diplomarbeit »erzaehlzeichen« mit dem Verhältnis von Piktogrammen und Sprache und untersuchte, inwieweit Sprache durch Bildzeichen ersetzt werden kann. Anschließend arbeitete er für verschiedene Agenturen mit den Schwerpunkten Branding und Designstrategie. Seit 2019 lehrt er als Professor für Mediendesign an der IU Internationale Hochschule mit den Schwerpunkten Branding und UX und ist freiberuflich tätig. Sein neues Buch »Icons – Bildzeichen verstehen und gestalten« ist gerade beim Verlag avedition erschienen.

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ab ca. 18:00 Uhr

Gespräche, Getränke und Übertragung des EM-Vorrundenspiels Deutschland–Ungarn

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